Die Drohnenverordnung

Viele Monate waren nur Bruchstücke bekannt, nun ist sie da: die neue "Drohnenverordnung" von Minister Dobrindt. Sein Ziel war eigentlich die Anpassung der Rechte und Pflichten für Steuerer von UAV´s , also "unmanned aircraft vehicles", damit die neue Technologie berücksichtigt wird und damit Rechtsklarheit herrscht. Die Kommission, die sich damit befasst hat, musste jedoch feststellen, dass das Thema nicht einfach zu regeln ist: Immer wenn die einen etwas als Hobby betreiben, was andere beruflich machen und diese beiden Personengruppen dabei die Rechte Dritter beeinträchtigen, wird eine einfache Regelung schwierig.

Die Interessengruppen

Die Hobbypiloten würden gerne am liebsten zu jeder Zeit an jedem Ort jedes beliebige Objekt aus der Luft fotografieren und filmen können. Dabei sollten dann auch am besten spektakuläre Flugmanöver möglich sein, sei es zum Nervenkitzel oder für einzigartige Videos. Eventuelle Schäden würden bestenfalls von Versicherungen übernommen.

Die beruflichen Flieger würden am liebsten den Auftraggebern viele Wünsche erfüllen, sind sich allerdings dabei auch der Grenzen der Legalität bewusst und beschaffen sich Erlaubnisse und Genehmigungen, um die Aufnahmen machen zu können. Sie sähen am liebsten, wenn ihnen bei der Erteilung von Ausnahmegenehmigungen mehr Vertrauen geschenkt würde als Hobbyfliegern.

Die Modellflieger, hier speziell die Segelflieger, benötigen für die Ausübung ihres Hobbies Thermik, die sich ihrerseits nicht an Regelungen und Gesetzesvorgaben hält. Beschränkungen der Flughöhe, Flugweite oder Position würden einem Verbot dieses Hobbies gleich kommen.